Die Landschaft

Was  ist  interessant ?Wilkommen im Böhmerwald !!!

Was bietet uns heute Böhmerwald ?


Die Landschaft

    Zu finden sind jedoch im Böhmerwald  völlig unterschiedliche Landschaftsreliefe - außer den flachen bis tieflandähnlichen moorreichen Talauen entlang der reich meandrierenden Moldau auch wilde, tief eingeschnittene, felsige Flußtäler von Vydra, Křemelná oder Blanice, schier endlose Waldmeere der Hochlagenfichtenwälder mit Hochmooren als (nseln der nördlichen Natur inmitten Europas, aber auch üppige Bergmischwälder mit fast "karpatischem" Wuchsbild und Naturwaldgepräge auf den Hängen von Smrčina (Hochficht), Boubín (Kubany) oder Stožec (Tusset).
BöhmerwaldlanschaftAls "Schmuckstücke" bereichern die geheimnisvollen Wasserspiegeleugen der Gletscherseen die Waldmeere des Böhmerwaldes. Als Reste der einstigen Hanggletscher liegen auf den Abhängen des tschechischen Böhmerwald - Hauptkammes fünf Gletscherseen - der flächengrößte Černé (Schwarzer-) See mit 18,4 ha und fast 40 m tief sowie der nahegeliegene Čertóvo (Teufels-) See auf den Abhängen des Seeberges im Künischen Wald, der im Böhmerwald höchstgelegene und gleichfalls seichteste Laka - See unterhalb Plesná (Lakaberg), der Prášilské (Stubenbacher-) See unterhalb der Seewand wom Poledník (Mitagsberg) sowohl die südlichste, unterhalb der Plöckenstein-Seewand gelegene "Perle des Böhmerwaldes" - der Plešné (Plöckensteiner-) See. Alle - nur die drei letztgenannten jedoch im Nationalpark - zählen zu den wertwollsten Naturräumen des Böhmerwaldes.
Trotzdem ist der Böhmerwald nur scheinbar als echte Naturlandschaft zu bezeichnen. Den "Grenzwald" trotz den historisch bekannten Salzsäumerwegen, wie "dem Goldenen Steig" seit dem 10.-11. Jh, besiedelte der Mensch - Goldgräber, Holzfäller oder erst ziemlich später Landwirt - nur allmählich und mühsam.
    Das rauhe Klima, langer Winter mit großen Schneemengen verursachten weitgehend die nur zähe und späte Besiedelung des "hohen" Böhmerwaldes (erst um 1800 enstand z. B. die einstige Ortschaft Knížecí Pláně - Fürstenhut). Die Periode der markantesten Besiedelung konzentrierte sich aufgrund verschiedener Ursachen - in wenige Jahrzehnte zwischen den letzten Jahrzehnten des 19. Jh. und der ersten Hälfte des 20. Jh. Der Mensch prägte den Böhmerwald doch allmählich zur teils offen gehaltenen Kulturlandschaft mit zahlreichen waldfreien Flächen, obvohl in den ausgedehnten Waldbereichen der grenznahen Gegenden auch heute großflächigere Waldblößen mit Ausnahme des mittleren Böhmerwaldes zwischen Bučina (Buchwald) und Nové Údolí (Neuthal) eher seltener vorkommen.
Böhmerwaldlanschaft Die Spuren der jahrhundertelanger Anwesenheit des Menschen verschlingen sich hier fast allgegenwärtig mit der beinahe unberührt wirkenden Naturnähe und verleihen dieser heute sehr wenig besiedelten Landschaft eine eigenartige Geheimnisvolle und verträumten Reiz. Nicht nur so bekannte Menschenswerke wie z. B. der Schwarzenbergische Schwemmkanal als historische Verbindung der Moldau- und Donau- Flußgebiete oder der Vchynitz-Tettauer Schwemmkanal bei Srní, sondern auch die "nur" einfach wirkungsvollen Andenken wie die Steinmauern der Lesesteinwälle oder alte Bergalleen der Vogelbeerenbäume irgendwo in weit abgelegenen Gegenden des "hohen" Böhmerwaldes zählen unwegdenkbar zum Böhmerwald - Landschaftsbild.

Was ist interessant ?

    Nicht nur das - sie sind auch Motivierung zur Enthüllung seines Landschaftsreizes, aber auch der Härte des früheren sowie heutigen Lebens. Geprägt durch die reíche Geschíchte des Glashüttenwesens, mühsame besiede(ung und spätere Landnutzung, demografisch tiefeingreifende nachkriegszeitliche Veränderungen einschließlich jahrzehntelangen Sperrung der Grenzgebiete mit dem "Eisernen Vorhang" reifte der Böhmermrald allmählich auch zur Anerkennung seiner Naturschutzwürdigkeit.
Das Sinnbild des Böhmerwaldes - der Boubín - Urwald auf den Abhängen des Boubín - Massiv genießt den Schutz seit 1858, erst Jahrzehnte später von weiteren Bergwald - oder Moorschutzgebieten, wie dem Černé a Čertovo jezero (Schwarzer-. und Teufelssee), Buková (Buchwald-), Jezerní (See-), Rokýtská (Weitfäller-) oder Mlýnářská slat' (Müllerfilz), Mrtvý luh (der Toten Au) und anderen gefolgt.
Blockmeer auf dem Safaruv Berg Im Jahre 1963 wurde der tschechische Böhmerwald - Šumava - zu dem jahrzehntelang flächengrößten Landschaftsschutzgebiet (CHKO) der damaligen Tschechoslowakei mit 163 000 ha Gesamtfläche erklärt, seit 1990 ist er - genausowie das Krkonoše - Gebirge, CHKO Křivoklátsko,Třeboňsko (WittingauerTeichlandschaft) und Pálava - Kalkberge - auch ein von der UNESCO anerkanntes "Biospherenreservat". Seit I991 wurden die naturschutzwertvollsten zusammenhängendenTeile des Landschaftsschutzgebietes Šumava mit 69 000 ha Fläche zum flächengrößten Nationalpark in derTschechischen Republik - dem Nationalpark Šumava - verkündigt.
Gemeinsam mit seinem "älteren" Nachbarn jenseits der Staatsgrenze - dem seit 1970 konsequent geschützten Nationalpark Bayerischer Wald mit mehr als 13 000 ha Fläche - stellen die beiden Nationalparke eines der großflächigsten grenzüberschreitenden Schutzgebiete Europas - ein richtiges "Grünes Herz Europas" - dar.
    Der Böhmerwald am Ende des 20. Jh. - das ist weitaus nicht mehr nur jene waldreiche Grenzgebirgsmauer, die wir jahrzehntelang als einen geheimnisvollen, unerreichbaren, durch Drahtzäune als "terra incognita" abgeriegelten Landstrich ausschließlich von fern bewundern konnten. Der "Eiserne Vorhang" ist weg, die verbliebenen breiten, entwaldeten Landstreifen deckt langsam barmherziges Grün. Für viele von uns gehen die IangersehntenTräume in Erfüllung und der uralte "hohe" Böhmerwald wird wieder zum Ziel unserer Wanderungen. Die Schönheit des Böhmerwaldes braucht keine seítenlangen Beschreibungen der Natur- oder Kulturschätze - einmalig, und nicht wiederholbar ist das, was uns unsere Sinne mitten in der Natur des Böhmerwaldes vermitteln.
Der Lux ist hier  im Böhmerwald beheimatet. Die Worte können unsere persönliche Erfahrungen nie ersetzen. Den Böhmerwald muß man vor a(lem erleben - mit Hilfe eigener Kräfte und Sinne die Majestät und Schönheit der Natur wahrzunehmen, dem Rauschen der Bergfichtenwälder und Moorbäche zuzuhören, sich von weiten Waldhorizonten berauschen lassen, die goldglitzernde Herbst- Poesie der schönsten hiesigen Jahreszeit sowie die rauhe winterliche Pracht der tief verschneiten Hochebenen des Böhmerwaldes zu genießen.
Der Böhmerwald ist kein Eintagsausflugs - Gebirge. Es ist eine Bergwelt, die ihre Zeit verlangt die Zeit zur Bekanntmachung, geschweige denn zum Erkennen.
Mögen weingstens folgende Bilder von Naturschönheiten, Sehenswürdigkeiten und Landschaftsreizen dazu helfen, einerseits eine kleine Würdigung der Natur, Landschaft und des Lebens Böhmerwaldes zu sein, andererseits durch seine positive Ausstrahlung auch die immer aktuelle Mahnung zum Schutz dieses großflächigen "Naturschmucks" inmitten Europas zu stärken.

Was bietet uns heute Böhmerwald ?

    In den vorigen Jahren war Böhmerwald "Terra incognita",von der böhmischen, also östlichen Seite eine abgeschlossene Zone zweier anderer Welten. Dank dem Niedergang der kommunistischen Diktaturen in den osteuropäischen Ländern wurde endlich auch die böhmische Seite des Böhmerwaldes zugängig und öffnete sich wieder dem Tourismus.

    Die ursprüngliche deutsche Bevölkerung wurde nach 1945 ausgesiedelt und in der nachfolgenden Zeit hat hier niemand gelebt. Es war tatsächlich eine tote Region, wo in einer breiten Zone entlang der Staatsgrenze nur wilde Tiere lebten. Dank der Initiative des Clubs der böhmischen Touristen wurden hier schon Touristenwege markiert, die der einzig verlässliche Leitfaden bei Ihren Wanderungen durch dieses Gebiet sind. Aber auch die, die mehr ins Binnenland wollen, werden sicher nicht enttäuscht.

Der Böhmerwald - das ist nicht nur ein Nationalpark der im März 1991 angekündigt wurde und gemeinsam mit dem Bayr. Nationalpark im benachbartem Deutschland die größte geschützte Naturgesamtheit im Mitteleuropa darstellt. Der Böhmerwald ist ein grosses und geologisch sehr altes Gebirge. In der Vergangenheit bildete es eher natürliche Grenze zwischen der germanischen Kultur im Westen und der slawischen im Osten und war auch eine Nationalitätsgrenze. Der zweite Weltkrieg hatte einen verhängnisvollen Einfluss auf die Teilung Europas und seitdem wurde diese Grenze noch hervorgehoben.

Entlang der ganzen Grenze zu Deutschland wurde eine breite Zone geschaffen ohne Besiedlung und ohne Möglichkeit sie zu betreten. Einige Kilometer vor der Grenze zog sich der wirkliche "eiserne Vorhang" zwischen West und 0st ,ein Drahtzaun von Soldaten bewacht , tief in den Wäldern vor den Augen der Zivilbesucher versteckt.
Heute bietet der Böhmerwald wieder unbeschränkte Wandermöglichkeiten und Aufenthalt in der Stille der weiten Wälder. Er gestattet zauberhafte Ausblicke auf wilde Gebirgsflüsse, geheimnisvolle Torfgründe im Herbstnebel oder Felsenabhänge über dunklen Bergseen.
Es gibt niemanden der von diesem Land nicht verzaubert wäre!

Heute bietet der Böhmerwald wieder unbeschränkte Wandermöglichkeiten und Aufenthalt in der Stille der weiten Wälder. Er gestattet zauberhafte Ausblicke auf wilde Gebirgsflüsse, geheimnisvolle Torfgründe im Herbstnebel oder Felsenabhänge über dunklen Bergseen.
Es gibt niemanden der von diesem Land nicht verzaubert wäre!
Nur vom weiten her macht das ganze Land einen Gebirgseindruck: der Böhmerwald liegt insgesamt 800 bis 1.000 m hoch und nur einzelne Gipfel überragen um nur wenige Meter das Gelände. So treten z.B. Gipfel hervor wie Gr. Arber (1456), Gr. Rachel (1452), Lusen (1373), Dreisesselberg (1302), in Deutschand; Plöckenstein (1378), Poledník (1315),Ždánidla (1308), Boubín (1358), Oblík(1225) und einige weitere in Böhmen.
Überreste aus der Gletscherzeit sind die acht Gletscherseen. Steinige Abhänge von manchen Gipfeln die man hier "steinernes Meer" nennt stammen aus derselben Zeit. Ausgedehnte Torfgründe in platten Tälern auf den Gebirgsebenen stellen einen natürlichen Wasservorrat dar und es ist auch ein Gebiet mit vielen Wasserquellen. Hier finden wir auch die Quellen des tschechischen Nationalflusses - der Moldau, des längsten Flusses in Böhmen. Die Torfgründe sind sehr tief und gefährlich, trotzdem sind in der Vergangenheit hier Schmuggler mit verschiedenen Waren durchgegangen. Am Anfang der komunistischen Regierung haben hier die alten Schmuggler aber auch Menschen nach Westen herübergeführt. Der mutigste von ihnen bekam den Namen "König des Böhmerwaldes".
Bauernhof Diese ruhige Oase ist auch die Heimat vieler Lebewesen und Pflanzen. Ausser der üblichen mitteleuropäischen Flora finden wir hier auch seltene Gebirgspflanzen und Endemiten. Die Fauna ist hier auch durch übliche Arten vertreten , ausserdem finden wir hier aber auch den Auerhahn und manche seltene Vogel- und Insektenarten. Künstlich wurde hier der Luchs ausgesetzt , ab und zu streichen Wölfe von den Alpen umher. In manchen Flüssen leben Forellen, selten auch die Perlenmuschel. Bis jetzt kann man auch den Fischotter beobachten , von dem der wilde Gebirgsfluss seinen Namen hat (Vydra = Fischotter)
Alle Zugangswege sind mit farbigen Touristenmarkierungen gekennzeichnet - im Gelände an den Bäumen und einzelnen Steinen , in den Gemeinden an den Strassenecken oder durch besondere Tafeln mit Angaben über die Entfernung. Wir empfehlen allerdings eine Wanderkarte mitzunehmen.
In vielen Dörfern finden Sie noch heute auch die typische
hiesige Dorfarchitektur, viele Burgen und Ruinen umsäumen die Wanderwege.
Im Böhmerwald kann man nicht nur wandern, wir bieten Ihnen auch eine ganze Reihe von Ausflügen an: verschiedene Rundfahrten durch Böhmerwald, Besuche der Städten wie
z.B.: Sušice oder Prachatice, oder Erholungszentren wie z.B.: Železná Ruda, man kann aber problemlos das benachbarte Gebiet besuchen, und zwar Südböhmen : Lipno-Stausee, Budweis mit Brauerei Budweiser Budwar und das benachbarte Schloß Hluboka und Český Krumlov. Sehr beliebt sind auch die Ausflüge über die Grenze nach Passau.
In der letzten Zeit sind hier sehr viele Wege für die Radfahrer entstanden , auch für diese Kunden haben wir unsere Angebote da.