2.F a u n a
Die
größeren Huftierarten, vor allem Rotwild, werden aufgrund der fehlenden
Feinde weidmännisch bewirtschaftet. Vorrangiger Ziel der Tierweltpflege im
Nationalpark ist der Schutz von ursprünglichen und gefährdeten Tierarten,
entsprechende Biotoppflege und Optimalisierung der Artenzahlen.Typisch sind
für die höher gelegenen Wälder des Šumava besonders Vögelarten der
boreomontanen Verbreitung (in den Taiga - und Gebirgslagen Mitteleuropas
lebenden Arten) - z.B die Waldhühner (Auerhuhn in den Bergwäldern,
Birkhuhn in den Moorgebieten oder Haselhuhn mit großflächigerem Vorkommen).Hierher
gehören z.B. auch der typische Spechtvogel der Hochlagenfichtenwälder, der
Dreizehenspecht, oder die Bergamsel, der Tannenhäher, von den Eulenarten
vor allem der Rauhfußkauz, der Sperlingskauz und auch die erfolgreich gestärkte
Population des Habichtskauzes.
Einmalig
ist aber vor allem die Tierwelt der Šumava-Moore, wo zahlreiche vor allem
Wirdbellose als Reste der Eiszeit - glaziale Relikte - erhalten geblieben
sind. Hierher gehören etliche Tagfalterarten (z.B. Hochmoorgelbling oder
Randring-Perlmutterfalter), Nachtfalter, Spinnen u.a. Einige Arten bildeten
sogar selbständige Populationen - unter die bekanntesten Beispiele wird die
Population des kleinen Tagfalters Pediasia truncatella gezählt.